Chanukka im Landtag NRW

Am 16. Dezember 2025 fand im Landtag Nordrhein-Westfalen anlässlich des 80. Gründungsjubiläums des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein ein Parlamentarischer Abend statt. Im Anschluss an ein Podiumsgespräch zum Thema "Zukunft des jüdischen Lebens in NRW" wurde die 3. Chanukka-Kerze feierlich gezündet.

17.12.2025







Landtagsvizepräsidentin Berivan Aymaz begrüßte die Gäste und betonte die Verbundenheit des Landes Nordrhein-Westfalen mit der jüdischen Gemeinschaft. Wenige Tage nach dem antisemitischen Terroranschlag am Bondi Beach in Sydney/Australien, bei dem zwölf Menschen bei einer Chanukka-Feier ermordet wurden, sagte die Vizepräsidentin “Ich stehe in Trauer und Solidarität an der Seite der jüdischen Communities”. Antisemitismus sei eine bittere und für Jüdinnen und Juden eine vernichtende Realität, an die man sich nicht gewöhnen dürfe. Bei einer Schweigeminute gedachten die Anwesenden der Opfer.

Dr. Oded Horowitz, Vorsitzender des Landesverbandes, gab in seinem Grußwort einen Einblick in die Gründungsjahre der jüdischen Verbände in Nordrhein-Westfalen. Er machte deutlich, dass es von besonderer Bedeutung sei, dass die jüdische Gemeinschaft mit einer geschlossenen Stimme für die Belange von Jüdinnen und Juden einsteht. “Das Licht der Chanukka- Kerzen repräsentiert nicht nur die Überwindung der Dunkelheit, sondern auch den Zusammenhalt und die Standhaftigkeit der Gemeinschaft“, so Oded Horowitz. Dr. Horowitz bedankte sich für die Unterstützung seitens der Politik, der Partnerorganisationen, der Kirchen und der Zivilgesellschaft sowie der jüdischen Schwesternverbände in Nordrhein-Westfalen, für die anschließend Zwi Rappoport, Vorsitzender des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Westfalen-Lippe, stellvertretend das Wort an das Publikum richtete.

Beim anschließenden Podiumsgespräch zum Thema “Zukunft des jüdischen Lebens in Nordrhein-Westfalen” tauschten sich Sylvia Löhrmann, Antisemitismusbeauftragte des Landes NRW, und Hanna Lea Pustilnik, Vorsitzende des Jüdischen Studierendenverbands NRW e.V., unter Moderation von Lorenz Beckhardt, Vorsitzender des Jüdischen Journalistenverbands e.V., zu den notwendigen nächsten Schritten in der Antisemitismusbekämpfung aus.

Zum Abschluss des Abends wurde traditionsgemäß gemeinsam mit Oberrabbiner Schimon Lewin der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf die 3. Chanukka-Kerze gezündet. Zum Ausklang gab es für die Gäste die Möglichkeit, beim kleinen Empfang miteinander ins Gespräch zu kommen.

Bilder (c) Bernd Schälter, Landtag NRW