Pressemitteilung zum Brandanschlag auf die Jüdische Kultusgemeinde Wuppertal

Stellungnahme des Vorstandes des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein zum Angriff auf die Jüdische Kultusgemeinde Wuppertal am 17.09.2026

18.09.2026


Der Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein reagiert mit Entsetzen auf den am Donnerstag, den 17.09.2026, verübten Brandanschlag auf die Jüdische Kultusgemeinde Wuppertal. Der Versuch, am helllichten Tag, vor laufender Sicherheitskamera und in einer offensichtlichen Seelenruhe das Gebäude des Gemeindezentrums in Brand zu setzen, führt erneut vor Augen, dass Jüdinnen und Juden in Deutschland nicht sicher sind.

Vorstandsvorsitzender Dr. Oded Horowitz: „Ein erneuter Anschlag auf eine Synagoge wenige Tage vor Jom Kippur weckt Erinnerungen an den tödlichen Angriff von Halle 2019. Die Kameraaufzeichnungen zeigen eindeutig: Der Angreifer wollte maximalen Schaden anrichten und nahm menschliche Opfer in Kauf. Das ist verstörend und muss endlich spürbare Konsequenzen nach sich ziehen. Wir erwarten eine lückenlose Aufklärung des Vorfalls sowie die Bestrafung des Täters. Darüber hinaus appellieren wir an die Landesregierung und die zuständigen Behörden, für die Sicherheit ihrer jüdischen Bürgerinnen und Bürger zu sorgen, bevor es zu Schlimmerem kommt.“

Vorstand des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein K.d.ö.R.

Foto (c) Ilja Kagan, Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein K.d.ö.R.